sehr klare, leichte Platte mit brillanter Kante; trotzdem nicht sicher nur optisch von PC oder PETG trennbar
KAPITEL 06 · THERMOPLAST
PMMA · Acrylglas.
Acrylglas ist kein Fensterglas. Es ist leichter und sehr klar, lädt sich elektrostatisch auf und verkratzt deutlich leichter; ungeeignete Reiniger können Spannungsrisse auslösen.
01 · REALBILD
Werkstoff.
Anwendung.
Links siehst du Granulat oder Halbzeug, rechts eine typische Anwendung. Die eigens generierte Lehrdarstellung ist kein Produktfoto und keine Bestimmung eines unbekannten Bauteils.

Farbe, Kante, Struktur und Herstellungszustand als fotorealistische Orientierung.
Eine typische Sichtfläche oder Bauteilanwendung im Gebäude.
02 · ZUSAMMENSETZUNG
Was es ist.
Und was nicht.
PMMA entsteht aus Methylmethacrylat. Gegossene und extrudierte Platten, Beschichtungen, eingefärbte Qualitäten und verklebte Kanten können unterschiedlich reagieren.
Wiederholungseinheit: (C₅H₈O₂)ₙ
03 · HERSTELLUNG
Vom Baustein
zur Sichtfläche.
Polymerbildung, Rezeptur und Formgebung erklären oft besser als die Farbe, welche Reinigung zulässig ist.
- 01
Methylmethacrylat als Monomer herstellen und reinigen
- 02
Durch radikalische Polymerisation zu PMMA umsetzen
- 03
Als Granulat extrudieren oder direkt zwischen Platten gießen
- 04
Sägen, fräsen, thermisch formen, polieren und verkleben
04 · ERKENNEN
Hinweise sammeln.
Nicht anbrennen.
Kennzeichnung, Datenblatt, Schnittkante und Schichtaufbau sind belastbarer als Geruch, Flamme, Farbe oder eine aggressive Lösemittelprobe.
Kratzer und elektrostatisch gebundener Staub sind häufig sichtbar
Markenname oder Plattenkennzeichnung ist belastbarer als Klopf- oder Brennprobe
05 · VERWENDUNG
Wo du PMMA
finden kannst.
Die Anwendung zeigt häufig, ob du eine massive Platte, einen Schaum, eine Faser, eine Beschichtung oder nur eine dünne Deckschicht vor dir hast.
06 · EIGENSCHAFTEN
Stärken.
Grenzen.
Feine Kratzer erzeugen milchige Wolken; Lösemittel können Risse oder matte Stellen verursachen. Solche Schäden nicht mit stärkerem Reiniger bearbeiten.
Stärken
- hohe Transparenz und Brillanz
- gute Witterungsbeständigkeit
- leicht form- und bearbeitbar
Schwächen
- kratzempfindlicher als Glas
- spannungsrissgefährdet durch ungeeignete Chemie
- elektrostatische Staubanziehung
07 · REINIGUNG
Mild beginnen.
System prüfen.
Die Angaben sind ein fachlicher Startpunkt. Herstellerfreigabe, Produktrezeptur, Beschichtung, Alterung und verdeckte Probefläche haben Vorrang.
Staub nicht trocken reiben. Wasser, wenig mildes Spülmittel sowie ein weiches, fusselfreies Tuch oder einen weichen Schwamm verwenden.
Nur ausdrücklich für die konkrete Acrylglasqualität freigegebene Intensiv- oder Desinfektionsmittel kurz einsetzen und feucht nacharbeiten.
Mit sauberem Wasser nachwischen und ohne starken Reibdruck trocknen; bei Bedarf zugelassenen antistatischen Kunststoffreiniger verwenden.
Reinigung endet,
wenn Bearbeitung beginnt.
Polieren und Ausschleifen sind Instandsetzung. Staub absaugen und Herstellerverfahren beachten; keine offene Flamme zur Werkstoffprüfung.
09 · QUELLEN
Polymerdaten.
Produktpraxis.
Direkte Fachquellen zur Einordnung und für die objektbezogene Arbeitsplanung.