INHALTEpoxidharz
MATERIALKUNDE · BEREICH 04Kunststoffe
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KAPITEL 11 · DUROPLAST

Epoxidharz.

Epoxidharz ist nach korrekter Aushärtung ein duroplastisches Netzwerk. Bodenbeschichtung, Kleber, Mörtel, Terrazzo-Binder und Versiegelung unterscheiden sich durch Füllstoffe und Deckschichten.

DuroplastReaktionsharz

01 · REALBILD

Werkstoff.
Anwendung.

Links siehst du Granulat oder Halbzeug, rechts eine typische Anwendung. Die eigens generierte Lehrdarstellung ist kein Produktfoto und keine Bestimmung eines unbekannten Bauteils.

Fotorealistisches Bildpaar aus ausgehärteten Epoxidharzproben und Beschichtungssystem sowie Epoxidharzboden
LINKS · GRANULAT / HALBZEUG

Farbe, Kante, Struktur und Herstellungszustand als fotorealistische Orientierung.

RECHTS · VERBAUT / GENUTZT

Eine typische Sichtfläche oder Bauteilanwendung im Gebäude.

02 · ZUSAMMENSETZUNG

Was es ist.
Und was nicht.

Ein Epoxidharzsystem besteht aus Harz, Härter und möglichen Reaktivverdünnern, Füllstoffen, Pigmenten oder Zuschlägen. Mischungsverhältnis und Aushärtung bestimmen die Gebrauchseigenschaften.

Wiederholungseinheit: dreidimensionales Netzwerk

03 · HERSTELLUNG

Vom Baustein
zur Sichtfläche.

Polymerbildung, Rezeptur und Formgebung erklären oft besser als die Farbe, welche Reinigung zulässig ist.

  1. 01

    Epoxidharz und passenden Härter formulieren

  2. 02

    Komponenten im vorgeschriebenen Verhältnis mischen

  3. 03

    Auftragen, gießen oder mit Zuschlägen zu Mörtel beziehungsweise Terrazzo verbinden

  4. 04

    Chemisch vernetzen lassen und bei Bedarf versiegeln

04 · ERKENNEN

Hinweise sammeln.
Nicht anbrennen.

Kennzeichnung, Datenblatt, Schnittkante und Schichtaufbau sind belastbarer als Geruch, Flamme, Farbe oder eine aggressive Lösemittelprobe.

01

fugenlose glatte bis eingestreute Beschichtung, aber PU und andere Harze können ähnlich aussehen

02

Schnittkante, Systemaufbau und Objektunterlagen prüfen

03

Glanz oder Härte allein beweist kein Epoxidharz

05 · VERWENDUNG

Wo du EP
finden kannst.

Die Anwendung zeigt häufig, ob du eine massive Platte, einen Schaum, eine Faser, eine Beschichtung oder nur eine dünne Deckschicht vor dir hast.

01Industrie- und Garagenböden
02Labor- und Küchenbeschichtungen
03Kleber, Spachtel und Reparaturharze
04Epoxidharzterrazzo und mineralgefüllte Systeme

06 · EIGENSCHAFTEN

Stärken.
Grenzen.

Klebrige Stellen, Blasen, Kreidung, Risse oder Ablösung sind Systemschäden. Nicht mit stärkerer Grundreinigung überdecken.

POSITIV

Stärken

  • hohe Haftung und Druckfestigkeit möglich
  • fugenlose dichte Flächen
  • breit chemisch einstellbar
NEGATIV

Schwächen

  • kann verkratzen und bei UV kreiden oder vergilben
  • Beständigkeit hängt vom System ab
  • Fehlmischung und Restfeuchte verursachen Schäden

07 · REINIGUNG

Mild beginnen.
System prüfen.

Die Angaben sind ein fachlicher Startpunkt. Herstellerfreigabe, Produktrezeptur, Beschichtung, Alterung und verdeckte Probefläche haben Vorrang.

01UNTERHALT

Losen Schmutz entfernen und mit mildem bis passend alkalischem Reiniger nach Systemfreigabe arbeiten.

02INTENSIVER

Öl, Reifenabrieb oder Pflegefilm mit abgestimmter Chemie und Mechanik lösen; Deckversiegelung und Rutschpartikel schützen.

03FINISH

Gründlich klarspülen oder absaugen und rückstandsfrei trocknen lassen.

08 · ARBEITSSICHERHEIT

Reinigung endet,
wenn Bearbeitung beginnt.

Unvernetzte Harz- und Härterkomponenten können sensibilisierend sein. Schleifen alter Systeme erzeugt Staub; Instandsetzung getrennt von Reinigung planen.

09 · QUELLEN

Polymerdaten.
Produktpraxis.

Direkte Fachquellen zur Einordnung und für die objektbezogene Arbeitsplanung.

Plastics EuropeKunststoffgruppen und gebräuchliche PolymerartenWestlakeEpoxidharze für Beschichtungen und Bauanwendungen